Kein Klönabend im August

Liebe Freizeitimkerinnen und Freizeitimker,

Karsten bat mich Euch mitzuteilen, dass im August der Klönabend leider ausfallen muss. Der nächste Klönabend findet am Montag, den 11. September statt.

Honiganalyse / Rückstandsanalyse
Einige Proben sind bereits bei mir eigegangen. Wir verlängern die Abgabefrist der Proben noch bis Sonntag, 06. August und verschicken erst dann die Proben. Ihr könnt also noch diese Woche die Probe bei mir abgeben (Telefon: 0177 2 99 10 33).

Einladung

Liebe Imkerinnen, Liebe Imker,

Hiermit laden wir alle Mitglieder zu einer Mitgliederversammlung am

10.07.2017 um 19.30 Uhr
bei „Meyer“ in Bothel ein.

Tagesordnung:
1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
2. Ausgabe der Varroabekämpfungsmittel mit Unterweisung / Belehrung
3. Aktuelles aus der Imkerei
4. Verschiedenes

Mit besten Grüßen
Der Vorstand

Workshop: Blühstreifen und Imkerprämie – Landwirtschaft verstehen, Bienen schützen

Liebe Freizeitimkerinnen und Freizeitimker,

leider wird auch dieses Jahr im Landkreis Rotenburg Wümme das Blühstreifenprogramm inklusive Imkerprämie von der Landwirtschaft kaum an- und wahrgenommen. Deshalb haben wir auf dem April-Klönabend besprochen eine ca. zweiseitige Argumentationshilfe einschließlich Kalkulation für den Kontakt mit Landwirten zu erarbeiten. Möglicherweise schaffen wir es noch diese während der Rapssaison fertigzustellen.

Aus diesem Anlass veranstalten wir einen Workshop anstelle des Mai Klönabends, zudem ich Euch herzlich einladen möchte:

Blühstreifen und Imkerprämie – Landwirtschaft verstehen, Bienen schützen
Montag, 08. Mai, 19:00 Uhr (Achtung: frühere Uhrzeit)
Meyers Gasthof, Haupstr. 24, Bothel

Als Experten konnten wir Herrn Heinrich Kersten gewinnen, der uns bereits vergangenes Jahr die von ihm entwickelte „Imkermischung Landkreis Verden“ vorstellte.

Für einen erfolgreichen Abend benötigen wir Eure imkerliche und vielleicht auch landwirtschaftliche Expertise. Untenstehenden Fragenkatalog möchten wir als Leitfaden für den Abend nehmen. Bitte bringt auch eigene Fragen und Redebeiträge am Abend oder im Vorfeld ein.

== Fragenkatalog ==

Was ist Greening?
Wer muss Greening Maßnahmen durchführen?
In welchem Umfang müssen Greening Maßnahmen durchgeführt werden?
Welche Greening Maßnahmen gibt es (Blühstreifen, Zwischenfrüchte, etc.)?
In welcher Konkurrenz stehen die unterschiedlichen Maßnahmen zueinander?
Was kosten unterschiedliche Greening Maßnahmen pro Hektar?
Welche Förderung gibt es für unterschiedliche Greening Maßnahmen pro Hektar?
Was und wie hoch ist die „Imkerprämie“?
Welche Voraussetzung müssen erfüllt werden, um diese „Imkerprämie“ zu erhalten?
Wo und wie wird diese „Imkerprämie“ beantragt?
Ist es teurer einen bienenfreundlichen Blühstreifen anzulegen, statt eine andere Greening Maßnahme durchzuführen?
Was gibt es für Blühstreifen (einjährige und mehrjährige) und welche Auswirkungen hat das auf die Prämie?
Wieviele Hektar bewirtschaft ein durchschnittlicher Landwirt in dieser Region?
Auf wieviel Hektar sollte sich eine Beispielrechnung in dieser Region beziehen?
Welche Saatmischungen sind empfehlenswert, wo können diese bezogen werden und was kosten sie pro Hektar?
Wie unterscheiden sich diese Saatmischungen?
Was kostet ein „Entblühen“ im Oktober/November pro Hektar?
Wie entscheidet ein Landwirt über die Greening Maßnahmen?
Wie kann man die Aufmerksamkeit von Landwirten auf Blühstreifen inkl. „Imkerprämie“ lenken?
Welchen Nutzen kann ein Landwirt in dieser Region aus einer Partnerschaft mit einem Imker ziehen?
Wie können wir Imker die geförderten Maßnahmen unterstützen?
Wie können wir Kontakt zu den Landwirten finden?

April-Klönabend am Montag, 10. April

Liebe Freizeitimkerinnen und Freizeitimker,

ich darf Euch an den April-Klönabend erinnern:

Montag, 10. April, 19:30 Uhr
Meyers Gasthof, Haupstr. 24, Bothel

Auf dem Programm stehen:
– Aufbau starker Trachtvölker
– Wann die Honigräume aufsetzen?
– Alte Futterwaben entnehmen und wohin damit

Imkerbörse
Wie auf der Jahreshauptversammlung angesprochen, ist vergangenes Jahr viel mit Paraffin und Stearin gepanschtes Wachs in den Umlauf gelangt. Da wir im Verein seit Jahren auch keine wachslöslichen Varroabehandlungsmittel verwenden, wurde angeregt, dass wir unser reines Wachs im Verein behalten sollten und es nicht beim Händler eintauschen. Karsten verfügt inzwischen über mehrere Kilogramm Wachs im Block von verschiedenen Vereinsmitgliedern, die bei ihm zur eigenen Mittelwandherstellung zu einem fairen Preis erworben werden können. Bitte meldet Euch bei Bedarf bei ihm. Gerne könnt Ihr Euch auch bei mir melden, wenn Ihr Wachs abzugeben habt. Vereinsmitglieder werden für vertrauenswürdiges Wachs einen höheren Preis zahlen.

Ebenso könnt Ihr Euch bei mir melden, wenn Ihr Imkereigerätschaften, Völker etc. abzugeben habt oder sucht. Ich werde das dann hier veröffentlichen.

Ausleihe von Mittelwandpressen und Dampfwachsschmelzern
Der Verein verleiht mehrere Mittelwandpressen und Dampfwachsschmelzer. Bitte meldet Euch bei Bedarf bei Karsten.

Imkern mit dem Schwarmtrieb

Honigbienen vermehren sich durch Volksteilung. Starke und gesunde Bienenvölker pflegen in den Monaten Mai bis Juli bei gutem Nahrungsangebot Königinnenzellen in denen neue Bienenköniginnen heranwachsen. Kurz vor dem Schlupf dieser Jungköniginnen verlässt die alte Königin des Bienenvolkes zusammen mit den Flugbienen und etwas Honigvorrat den Bienenstock, um ein einen neuen Bienenstock mit neuem Wabenwerk aufzubauen. Diesen Prozess nennt man Schwarm. Eine geschlüpfte Jungkönigin paart sich auf ihrem Begattungsflug mit bis zu zwanzig männlichen Bienen, den Drohnen, und übernimmt das alte Bienenvolk mit den übrig gebliebenen Vorräten, Brut und dem altem Wabenwerk.

Heutzutage versuchen Imker diesen Schwarmprozess zu unterdrücken, da sie zum einen befürchten, dass der nachlassende Sammeleifer der schwarmlustigen Bienen ihre Honigernte schmälert. Zum anderen kann man davon ausgehen, dass ein ausgezogener Schwarm ohne Hilfe des Imkers an der Varroa Milbe eingeht. Die Varroa Milbe ist ein aus  Asien eingeschleppten Parasit, der maßgeblich zur Sterblichkeit von Bienenvölkern beiträgt.

Der Imkerverein „Freizeitimker Wümme Region e.V.“ lud am Freitag, dem 17. März, den anerkannten Bienenzuchtberater Guido Eich vom Bieneninstitut in Celle zu einem Vortrag zur Königinnenzucht ein. Fünfzig Imkerinnen und Imker im Alter von mitte zwanzig bis über siebzig Jahren kamen nach Bothel in das Gasthaus Meyer um den Diplombiologen und Imkermeister zu hören.

Im ersten Teil seines Vortrags ging er darauf ein, dass eine ausreichende Pollenversorgung und geschlechtsreife Drohnen, erkennbar am unbehaarten Rückenpanzer, Voraussetzung dafür sind, dass ein Bienenvolk in den „Sexualmodus“ schaltet. Dann ist es möglich, dass der Imker gezielt und kontrolliert Königinnenzucht betreibt. Er gibt dazu Larven von einer nachzuchtwürdigen oder gekörten Königin in ein dafür vorbereitetes Volk. Die Bienen pflegen genau diese vom Imker ausgewählten Larven zu neuen Königinnen.

„Der Imker kommt selten zu früh aber häufig zu spät.“ Mit diesen Worten leitete Guido Eich den zweiten Teil seines Vortrags ein und ging auf die Möglichkeiten des Imkers ein, wenn seine Bienenvölker trotz Maßnahmen zur Schwarmverhinderung in Schwarmstimmung geraten. Da dies ein natürlicher Prozess sei, solle der Imker ihn zu seinem Vorteil nutzen. Früher hätte man die von den Bienen gepflegten Königinnenzellen zerstört, da man auf Schwarmträgheit selektieren wollte. Heute jedoch müsse man auf Varroatolleranz und Vitalität selektieren. Da nur gesunde Bienen schwärmen wollten, solle man genau diese „Schwarmzellen“ zur Königinnenvermehrung nutzen. Deshalb empfahl er, es auch mal mit der „wilden Genetik“ am eigenen Bienenstand auszuprobieren, immerhin hätten diese Völker überlebt: „Versucht es mit Euren eigenen Bienen“.

Praktisch könne der Imker einen noch nicht ausgezogenen Schwarm durch geschicktes Teilen und Verstellen der Bienenwohnung ohne größere Verluste noch verhindern (Flugling). Auch ein wieder eingefangener Schwarm könne, wenn man ihn auf den Platz seines ursprünglichen Volkes stelle, noch sehr viel Honig produzieren. „Nutzt die Power vom Schwarm.“ Das hätten bereits die Korbimker in der Lüneburger Heide gewusst, deren Wissen müsse man sich wieder aneignen.

Nicht die Bienen sind krank, sondern die Umwelt in der sie leben!

Redemanuskript Karsten Frömming auf der Veranstaltung „Glyphosat: Risiken und Nebenwirkungen“ am 22. März 2017 in Rotenburg.

  • Warum sind Bienen so wichtig, nur weil sie ein bischen Honig produzieren?
  • Honigbienen sind das 3. wichtigste Nutztier überhaupt: 1. Das Schwein, 2.das Rind, 3. Die Honigbiene, 4. Geflügel!
  • Ca. 60% aller Lebensmittel für Menschen sind direkt oder indirekt auf Bestäubung angewiesen.
  • Ohne Bestäubung weniger Raps, Obst, Beeren
  • Geldwerter Vorteil für die Landwirtschaft
  • Das kann nicht durch Wildbienen ersetzt werden.
  • Was passiert in der intensiven Landwirtschaft, die ja angeblich nur durch den Einsatz von Glyphosat, (einem Herbizid B4, d.h. nicht bienengiftig) ökonomisch arbeiten kann?
  • 40% der Böden werden pfluglos bearbeitet, weil Glyphosat alle Unkräuter und die alten Feldfrüchte auf einmal abtötet.
  • Aber es tötet auch alle Pollenspender ab, die Bienen zum Überleben brauchen.
    Die Bienen brauchen keine Massentracht, sondern eine Blütenpollen-Diversität, die sie vor allem in Wildblumen und sogenannten Unkräutern finden.
  • In Bezug auf die Bienengesundheit und die Verschlechterung der Nahrungsbedingungen spielt Glyphosat für Blüten besuchende Insekten eine wichtige Rolle, da durch seinen Einsatz wichtiges Ackerbegleitgrün und damit Nahrungs-quellen vernichtet werden.
  • Wie der Mensch nicht allein von Grünkohl leben kann, kann die Biene nicht alleine von Raps und Mais leben.
  • D. h. ein Verlust der biologischen Vielfalt, hier Blütendiversität, führt dazu, dass Bienenvölker krank werden und sterben.
  • Damit werden indirekt auch mit einem Herbizit B4, wie es Glyphosat ist, Bienenvölker vernichtet.

 

Mittwoch, 22. März: Glyphosat: Risiken und Nebenwirkungen

Liebe Freizeitimkerinnen und Freizeitimker,

sehr kurzfristig möchte ich Euch noch auf folgenden Info-, Film- und Diskussionsabend aufmerksam machen bzw. erinnern, der gemeinsam vom NABU, BUND, Sambucus, Ackern und Rackern, dem Bioland Landesverband Niedersachsen und uns Freizeitimker veranstaltet wird. Gezeigt wird ein eindrucksvoller und wachrüttelnder Dokumentarfilm über die Folgen von Glyphosat, dem weltweit am häufigsten verwendete organische Pestizid.

Glyphosat: Risiken und Nebenwirkungen
Mittwoch, 22. März, 19:30 Uhr
im Rotenburger Rathaus

Zu den Organisatoren gehören Mitglieder und Freunde unseres Vereins, die sich sicher über Eure Beteiligung freuen.

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2017 der Freizeitimker Wümme-Region e.V.

Unsere Jahreshauptversammlung findet statt am:

Freitag, den 17.03.2017 um 18:30 Uhr
„Meyers Gasthof“ in Bothel, Hauptstraße 24

Vor Eintritt in die Tagesordnung:
Änderungswünsche der Tagesordnung/ Tagesordnungspunkte

Tagesordnung:

  1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Genehmigung des Protokolls der letzten JHV. Das Protokoll wird nicht verlesen. Wer Einsicht in das Protokoll haben möchte, kontaktiert den Schriftführer.
  3. Rechenschaftsbericht des Vorstandes
  4. Kassenbericht
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Entlastung des Vorstandes
  7. Wahl eines Kassenprüfers/Nachrückers
  8. Verbindliche Bestellung der Varroamittel bis 31.03.2017
  9. Neumitglieder/ Urkundenverleihung
  10. Verschiedenes

Anträge auf Änderung der Tagesordnung können bis 10.03.2017 bei Karsten Frömming eingereicht werden.

Im Anschluss (etwa 19:30 Uhr) wird Guido Eich einen Vortrag halten.
Thema: Aufzucht und Verwertung von Königinnen – Belegstellenpraxis

Der Klönabend am 12.03.2017 fällt aus!

Mit besten Grüßen: Der Vorstand

Imkergrundkurs 2017

Sehr geehrte Bieneninteressierte

Den Grundkurs legen wir jedem Menschen ans Herz, der in die Imkerei einsteigen will. Hier erlangen Sie die grundlegenden Kenntnisse, in Theorie und Praxis.
Viele Vereine und Bieneninstitute bieten diese Art von Kursen an. Die Qualität und Intensität werden Sie als sehr unterschiedlich erfahren.
Als ungemein wichtig erachten wir, dass nicht nur in der Theorie gelehrt wird, sondern, dass Sie durchaus auch einmal eine Biene zu sehen bekommen und Ihnen die Arbeiten an den Bienen gezeigt und erklärt werden.

  1. Theoretischer Vorlauf
    • Voraussetzung zum Imkern
    • Grundkenntnisse zur Biologie der Honigbiene
    • Bedeutung und Stellenwert der Biene für die Umwelt
    • Geeignete Standorte zur Aufstellung von Bienenvölkern
    • Allgemeiner Überblick über die Erkrankung der Honigbiene
  2. Praktisches Imkern
    • Imkerliche Gerätschaften und Bekleidung
    • Beutenkunde
    • Standortwahl

    2.1. Gemeinsame Führung von Bienenvölkern

      • Auswinterung von Bienenvölkern
      • Frühjahrs-Revision
      • Aufbau zu Trachtvölkern
      • Honigraumfreigabe
      • Maßnahmen zur Schwarmtrieblenkung
      • Vorbereitung einer Beute für den Bienenbesatz
      • Erster eigener Ableger wird erstellt
      • Führung von Vollvölkern im Bienenjahr
      • Behandlung eines Schwarmes
      • Aufbau des Ablegers zum Vollvolk unter Berücksichtigung der Varroatose
      • Honigernte und-behandlung
      • Varroabekämpfungsmaßnahmen
      • Aufbau von Wintervölkern und Auffütterung
      • Einwintern von Bienenvölkern
      • Winterbehandlung von Bienenvölkern
      • Gemeinsames Auswintern der eigenen Völker im Folgejahr.

Wir hoffen, daß Sie durch die Teilnahme an diesem Grundkurs, genügend Rüstzeug für eine erfolgreiche und spaßbringende Imkerei erlangen werden.

Wenn Sie Interesse an einem Grundkurs in diesem Jahr haben, setzen Sie sich bitte möglichst bald mit unter der Telefonnummer 04261/ 5925 mit Herrn Frömming in Verbindung.

Februar-Klönabend am Montag, 13. Februar

Liebe Freizeitimkerinnen und Freizeitimker,

ich darf Euch an den Februar-Klönabend erinnern:

Montag, 13. Februar, 19:30 Uhr
Meyers Gasthof, Haupstr. 24, Bothel

Auf dem Programm stehen:
– Bericht von Karsten: Neues vom Blühstreifenprogramm 2017 (Greening)
– Bericht von Felix: Mittelwände gießen – Viel einfacher als Du denkst.
– Hinweise und Auffrischung von Karsten: Richtig starke Völker auswintern. Was ist dieses Jahr besonders zu beachten?
– Der kontroverse Film mit anschließender Diskussion: „45 Min – Unser Honig: geliebt und gefährdet“; NDR, 12.12.2016

Save the date

Bitte haltet Euch auch schon mal den Termin für unsere Jahreshauptversammlung am Freitag, 17. März frei. Der Vorstand konnte Guido Eich für einen Vortrag über Königinnenzucht gewinnen. Eine entsprechende Einladung erhaltet Ihr rechtzeitig.

Viele Grüße
Felix