Honigbiene by Juergen Mangelsdorf - CC BY-SA 4.0Biene auf Zucchini-Blüte - by Steven Kahl - CC BY-SA 4.0Baukette aus Bienen by Maya Dumat - CC BY-SA 4.0Flugloch-Bienen by Steven Kahl - CC BY-SA 4.0Bienen am Flugloch by JanC.Beck - CC BY-SA 4.0
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Honigernte

Wabenentnahme

Unbestreitbar stellt die Honigernte für viele Imker den Höhepunkt des Bienenjahres dar. Nun zeigt sich, ob unsere Bienen fleißig den Nektar gesammelt und zu Honig umgearbeitet haben. Jedoch misst die Honigernte eigentlich nicht den Fleiß unserer Bienen, sondern unseren Fleiß beim Betreuen, Pflegen, Beobachten der Völker und natürlich auch die Qualität und die Richtigkeit der imkerlichen Eingriffe. Des Weiteren spielt auch der Standort der Völker, mit den gegebenen ökologischen Werten eine große Rolle und natürlich die Wetterverhältnisse. 

 

Folglich müssen also viele Parameter „stimmen“, um eine gute Ernte einzufahren. Eine Fehlernte den Bienen anzulasten, ist grundverkehrt und ungerecht.  Hier sollte jeder rückwirkend schauen und ehrlich beurteilen, woran es den gelegen haben kann.

 

Jedes Jahr verläuft ganz individuell, die Kunst besteht darin, die imkerlichen Maßnahmen darauf abzustimmen, die Völker  in der Entwicklung zu beurteilen und unterstützend einzuwirken. Kein leichtes Los, jedoch wirken sich Erfahrung und auch Erfahrungsaustausch sehr förderlich aus.

 

Den Zeitpunkt für die Ernte bestimmt man anhand des Wassergehaltes des Honigs. Auch hier gilt, die Bienen kennen sich aus. Wenn die Honigwaben verdeckelt sind, kann man mit einem ausreichend reifem, trockenen Honig rechnen. Häufig reicht ein Verdeckelungsgrad von 2/3 Wabenfläche aus. Traut man dem nicht genug, so bedient man sich eines Honigrefraktometers.

 

Hier gilt:

Honigsorte

Wassergehalt

Honigmax.18,0 %
Heidehonigmax.21,4%

Die Ernte kann sehr bequem mit Bienenfluchten erfolgen. Die Fluchten bieten den Vorteil, dass die Bienen den Honigraum selbständig verlassen, das Fegen der einzelnen Waben kann auf ein Minimum reduziert werden. Räuberei und Stichen werden mit dieser Maßnahme vorgebeugt. Jedoch erfordert diese Praktik ein zweimaliges Bearbeiten der Bienen. Jeder Imker findet hier schnell heraus, welche Methode ihm mehr liegt. 

 

Hat man die Waben erfolgreich, stichfrei und bienenleer nach Hause in den Schleuderraum gebracht, kann die Honigschleuderung beginnen. Die Waben, schön verdeckelt, werden mittels einer Entdeckelungsgabel vorbereitet. Vorsichtig löst man die Wachsdeckel der Zellen, nun kann der Honig fließen.


Wabenentnahme
abfegen
Restfeuchtemessung
Honigwaben entdeckeln
ab in die Schleuder
geschleuderter Rapshonig

Und ab in die Schleuder mit ihnen. 

 

Nach der Schleuderung werden die honigfeuchten Waben zurück in die Völker gegeben. Nach der letzten Schleuderung im Jahr, stellt man die Waben nochmals auf die Völker zurück. Die Bienen putzen die Waben, nehmen die minimalen Reste aus den Wabenzellen. Außerdem reparieren sie die beschädigten Zellen, die durch das Entdeckeln entzweigegangen sind. Nach zwei bis drei Tagen sollte dies erledigt sein. Nun können wir die Waben einlagern. Trocken und sauber über den Winter gebracht, gelangen diese Waben im nächsten Frühjahr erneut in die Völker, für die Wabenerneuerung goldwert.

 

Alle hier gezeigten Bilder wurden von Nicole Walter aufgenommen.

 
Honey bee on pollen comb by Dirk Pons - CC BY-SA 4.0
Honey bee on pollen comb by Dirk Pons - CC BY-SA 4.0